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Vielseitig, talentiert und erfolgreich

Aaron Durogati ist einer der wenigen Piloten weltweit, die ihren Unterhalt als Spitzensportler bestreiten können. Der ADVANCE-Teampilot ist dabei in allen Disziplinen des Gleitschirmsports zu Hause. Am liebsten kombiniert der 32-Jährige das Fliegen mit anderen Bergsportarten. Wir haben den zweifachen Superfinal-Gewinner während der Heimfahrt von einer Klettertour im Sarca Tal bei Arco zu seiner Vielseitigkeit und zum Sport allgemein befragt.
  • ADVANCE: Beim X-Alps hast du dich letztes Jahr am Knie verletzt. Wie geht es dir inzwischen?

    Aaron: Schon viel besser! Ich habe wieder mit leichtem Lauftraining ein bis zweimal pro Woche begonnen – Intervalltraining, nur kurze Sachen. Vor zwei Wochen konnte ich sogar einen kurzen Hike und Fly Wettbewerb mitmachen. Nur 800 Hm hinauf und dann runter fliegen. Ich bin Dritter geworden und fürs erste ganz zufrieden damit. Ausdauer trainiere ich im Moment mit dem Rennradl. Mein grosses Ziel ist, nächstes Jahr wieder bei den Xalps zu starten und bis dahin fit zu sein. Da ich die Wiederbelastungen auf die Knie einteilen muss, werde ich dieses Jahr nicht beim Xpyr mitmachen. Auch das Ironfly habe ich deswegen abgesagt. Dolomitenmann und Elements sind aber drin.

    Mein grosses Ziel ist, nächstes Jahr wieder bei den Xalps zu starten.

    ADVANCE: Du beherrschst nicht nur alle Spielarten des Gleitschirmfliegens, sondern bist im Winter auch mit dem Speedflyer oder auf Ski anzutreffen, beim Eisklettern und im Sommer beim Felsklettern, Berglaufen und Highlinen. Wie trainierst du? Hast Du als Multi-Bergsportler einen speziellen Trainingsplan?

    Aaron: Bis vor drei Jahren bin ich nach Trainingsplan vorgegangen. Er war generell, damit ich generell fit bin. In den letzten drei Jahren trainiere ich natürlich auch regelmässig, aber eher in der spezifischen Sportart, die gerade ansteht. Im Winter Skitouren und Skifahren, im Sommer Laufen und Radfahren. Das Rennradfahren macht mir eigentlich Spass. Das Problem ist nur, dass man es nicht mit dem Fliegen kombinieren kann! (Aaron lacht)

     

  • Aaron Durogati

    Nationalität: Südtirol/Italien
    Wohnort: Meran
    Jahrgang: 1986
    Gleitschirmpilot seit: 2002
    ADVANCE Family Member seit: 2017
    Grösste Erfolge: Zweifacher Paragliding Worldcup Champion, zahlreiche Weltcup-Siege, 2. + 3. Platz X-Pyr, 6. + 7. Platz X-Alps, 1. + 2. + 3. Platz Dolomitenmann, Sellaronda Skimarathon Medaille. Setzt als Spitzensportler gerne neue Massstäbe und kombiniert das Fliegen mit verschiedenen Bergsportdisziplinen.

  • Sommerliche Berglauf-Trainingseinheit: knieschonend dank PI 2.
  • Selbst auf Skihochtouren nimmt Aaron oft einen Gleitschirm mit. Man weiss ja nie ...
  • Wenn es zu steil zum Fahren wird, kommt eben der Schirm aus dem Rucksack.
  • Climb & Fly: Wo sonst, wenn nicht in Südtirol? In seiner Heimat findet Aaron unzähllige Möglichkeiten.

ADVANCE: Mit OMEGA XALPS 2, OMIKRON, PI2 und PI BI fliegst du regelmässig unterschiedliche ADVANCE-Modelle. Hast du ein „Lieblingsspielzeug“ unter diesen?

Aaron: Ein Lieblingsprodukt? Schwierig zu sagen, denn es sind ja verschiedene Arten des Fliegens. Der OMEGA XALPS 2 ist richtig geil, der beste Schirm zum Hike und Fly, fürs Xalps und zum Streckenfliegen. Er hat super Leistung, wiegt nicht viel und ist zudem sehr kompakt. Den PI 2 nehme ich gerne, wenn ich auf den Berg gehe, um runter zu fliegen. Für meine Ski-Sachen ist er ideal. Er passt in einen 20 l Rucksack und auch wenn ich Seil und Steigeisen mitnehme, braucht der PI 2 nicht viel Platz. Er ist super einfach zu fliegen und startet von überall. Ich fühle mich total wohl mit ihm und fliege deshalb meist ohne Retter.

Am OMIKRON gefällt mir, dass er mit seinen 17 Quadratmetern total viel Energie hat! Mehr als mein voriges anderes Modell, das 16 Quadratmeter hatte und einfacher zu fliegen war. Super ist, dass ich mit ihm auch Thermik fliegen kann – ideal für lange Acro-Sessions. Beim BIBETA 6 schätze ich sehr, dass er so schön zu starten und einfach zu fliegen ist. Das Landen ist einfach fein mit ihm. Und der PI BI? Der ist richtig fein zu starten. Ein Spielzeug, weil ich mit diesem Tandem auch ein bisschen Akro fliegen kann. Die Leistung ist auch richtig gut. Jeder der Schirme ist super. Das mag ich an ADVANCE.

ADVANCE: Worin siehst du deine Stärken im sportlichen Bereich?

Aaron: Zum einen bin ich ziemlich gut im Kombinieren verschiedener Sportarten. Zum anderen habe ich mit dem Gleitschirm ein hohes Niveau in vielen Disziplinen: Wettkampf, Strecke, Hike und Fly, Speedflying und Acro. Meine Ausdauer ist auch ziemlich stark. Dadurch kann ich solche Sachen wie Skifahren oder Wasserfallklettern mit Fliegen kombinieren.

ADVANCE: Gibt es eine Sportart, die du noch gerne ausprobieren würdest?

Aaron: Hmmmmm (Aaron überlegt) Nein. Nicht wirklich momentan. Letztes Jahr war es mal Fallschirmspringen. Ich war mal im Windkanal in Mailand und bin zehn, zwölfmal danach gesprungen. Aber ich habe nicht die Zeit, einen Kurs zu machen.

Am liebsten kombiniere ich unterschiedliche Bergsportarten mit unterschiedlichen Gleitschirmdisziplinen, diesen Winter zum Beispiel das Steilwandfahren mit dem Fliegen.

  • Langkofel, Sellatürme und Piz Ciavazes: Berglauf vor eindrücklicher Dolomiten-Kulisse.
  • Sorgfältiges Zusammenlegen erhöht die Lebensdauer eines Gleitschirms deutlich.

ADVANCE: Was war der schönste Moment in deiner bisherigen Sportlerkarriere?

Aaron: Es gibt schon einige. Der schönste war aber vermutlich als ich das erste Mal das Superfinal beim Weltcup 2013 gewonnen habe, in Kolumbien. Davor hatte ich eine recht schwierige Zeit wegen des tödlichen Unfalls meines Vaters 2012.

ADVANCE: Was war der traurigste?

Aaron: Als ich das Xalps 2017 wegen meiner Knieverletzung vorzeitig beenden musste. Ich war so gut vorbereitet, sehr fit, hatte schon viel Erfahrung durch meine zwei vorherigen Teilnahmen. Ausserdem hat vom Team und Material her alles super gepasst.

  • Auf die Plätze, fertig ... los!
  • Start in ein neues Abenteuer.

ADVANCE: Du hast mit Renata Kuhnova (erfolgreiche PWC-Pilotin, Anm. ADVANCE) einen bald zweijährigen Sohn. Hat sich durch das Vatersein die Herangehensweise an deine Sport-Projekte verändert?

Aaron: Nein, überhaupt nicht. Ich bin einfach nur sehr glücklich, dass ich den Arno habe. Es ist immer schön, wenn ich wieder heimkomme und dort dann der Arno mit der Renata ist. Viele glauben, dass ich extreme Sachen mache, aber ich habe viel Erfahrung, gehe überlegt vor und gebe Acht. Das habe ich schon immer getan. Deshalb hat sich jetzt mit Kind auch nichts geändert.

ADVANCE: Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Aaron: Immer noch beim Wettkampffliegen und auf dem Berg.

ADVANCE: Kannst du uns schon etwas über deine nächsten Projekte dieses Jahr verraten?

Aaron: Hmmm (Aaron überlegt). Ich habe zwei Ideen, aber es ist noch ein bisschen zu früh was zu verraten.

ADVANCE: Da sind wir schon jetzt gespannt und wünschen wir dir viel Erfolg! Ausserdem freuen wir uns natürlich schon darauf, wenn du die Katze aus dem Sack lässt. Vielen Dank für das Gespräch, Aaron!

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    What do you think about this view? flying above big mountains, glaciers and dolomiti.. #puremountain #advacedadventures

    Posted by Aaron Durogati on Thursday, 26 April 2018

    Streckenfliegen, Acro, Speedflying – bei Aaron verschwimmen die Grenzen. Hauptsache, es macht Spass – so wie hier beim Freestylen mit dem Leicht-Racer OMEGA XALPS 2.

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