Der SIGMA 8 ist ein echter Dreileiner mit stark reduziertem Widerstand und bestem Leistungs-Handling-Kompromiss bei der Streckung. Der spürbar ausgewogene Pitch erlaubt, die Gleitzahl von 10 und den Endspeed von 55 km/h auch in turbulenter Luft umzusetzen. Dank der Reduktion auf drei Leinenebenen lässt sich der SIGMA 8 zudem leichtgängiger und effizienter beschleunigen.
Der Ursprung des spritzig-sportlichen Handlings liegt in der optimierten Auftriebsverteilung in Kombination mit den gewählten neuen Profilen. Das führt beim SIGMA 8 sowohl zu mehr Flugruhe um die Längs- und Querachse als auch zu einem schöneren Drehverhalten und verbesserter Nachzentrierbarkeit; ein direkter und präziser Übergang in allen Dimensionen also.
Das Innenleben des SIGMA 8 ist evolutionär: die analytisch gewichtsoptimierte Struktur sowie die Integration neuster Technologien wie Nyon Wires machen den SIGMA 8 zu einem der leichtesten seiner Klasse. Die Auswirkungen sind frappant: geringere Massenträgheit der Kalotte, dadurch noch bessere Pitch-Kontrolle und schlussendlich höhere passive Sicherheit.
Zweiphasen-Beschleunigungssystem mit SPI
Dank seiner 3 Leinenebenen und aufgrund der Profilwahl kann der SIGMA 8 mit wenig Kraftaufwand sehr effizient beschleunigt werden. Hinzu kommt, dass das Beschleunigungssystem des SIGMA 8 über eine verstellbare Übersetzung verfügt. Die Länge des Beschleunigungsweges und –druckes kann dadurch optimal der Beinlänge bzw. Beinposition angepasst werden: leichtgängig, dreifache Übersetzung, solange die Beine angewinkelt sind, effiziente, doppelte Übersetzung bei gestreckten Beinen. Der Speed-Performance-Indicator (SPI) zeigt beim Beschleunigen jederzeit die ideale sowie die aktuell gewählte Beschleunigungsposition an.
Hybrid-Beleinung
Eine gemischte Beleinung gibt dem SIGMA 8 Robustheit und gute Leistung. Die A und B Stammleinen sind ummantelt, um der erhöhten mechanischen Belastung in diesem Bereich standzuhalten. Die C Stammleinen sowie die Leinen der mittleren und obersten Galerie sind unummantelt, für einen geringeren aerodynamischen Widerstand und dadurch eine erhöhte Leistung. Sie sind speziell beschichtet, für eine hohe UV-Beständigkeit und Scheuerfestigkeit. Bei den Vergabelungen sind die Leinen in den Schlaufen zusätzlich verstärkt, was eine geringere Flächenpressung zur Folge hat. Bei den Steuerleinen wurde für eine optimale Längenstabilität ein erprobtes Dyneema/Aramid Mischmaterial eingesetzt.
ADVANCE Innovations & Quality
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Welches Pilotenkönnen ist erforderlich, um einen SIGMA 8 zu fliegen?
Der SIGMA 8 eignet sich als Leistungsintermediate ausschliesslich für den versierten Thermikpiloten, der mindestens über erste Streckenflugerfahrungen verfügt und das nötige Fluggefühl mitbringt. Der SIGMA-Pilot fliegt aktiv, erkennt und verhindert Störungen im Ansatz und beherrscht die gängigen Abstiegshilfen. Nur so kann er das grosse Leistungspotential dieses Schirms voll ausschöpfen und damit sicher und entspannt auf Strecke gehen.
Welche Hauptvorgaben des Pflichtenhefts hatte der SIGMA 8 zu erfüllen?
Ziel von ADVANCE war es, mit dem SIGMA 8 einen ausgewogenen Fun-Schirm zu entwickeln, der ein sportliches und agiles Flugverhalten aufweist und darüber hinaus als Leistungsintermediate zu den besten seiner Klasse zählt. Trotz der hohen Streckung ein gutes Handling zu erreichen, war keine einfache Aufgabe. Umso erfreulicher ist es, dass sich alle ADVANCE Testpiloten einig sind: Das einzigartige Handling des SIGMA 8 ist in jeder Fluglage eine Sensation, sei es beim Thermik zentrieren oder beim Wingover ziehen.
Wie unterscheidet sich der SIGMA 8 von seinem Vorgänger SIGMA 7?
Der SIGMA 8 hat ein stark verbessertes Drehverhalten, welches er einer optimierten Auftriebsverteilung verdankt. Aufgrund eines neu entwickelten Profils und der leichteren Kappe lässt sich der SIGMA 8 viel einfacher Starten als sein Vorgänger. Ausserdem verfügt der SIGMA 8 über weniger Brems- bzw. Steuerdruck und zieht ausgewogener in die Thermik ein, was dem Piloten jederzeit ein ausgesprochen gutes Gefühl vermittelt. Der SIGMA 8 hat als echter Dreileiner deutlich weniger Leinenwiderstand und entsprechend mehr Leistung. Mit einer Gleitzahl von 10 und einem maximalen Speed von 55 km/h braucht der SIGMA 8 einen Vergleich nicht zu scheuen. Der Beschleuniger lässt sich beim SIGMA 8 bei gleichem Geschwindigkeitsbereich weicher und mit weniger Weg betätigen.
Welche neuen Materialien und Technologien kommen beim SIGMA 8 zum Einsatz?
Anstelle von einzelnen Diagonalrippen kommen beim SIGMA 8 durchgehende Diagonalrippen zum Einsatz, welche den Einsatz von leichteren Materialien bei den nicht aufgehängten Rippen zulassen. Dies in Verbindung mit einer optimierten Spannungsverteilung in der tragenden Struktur ermöglicht erst die Realisierung eines reinen Dreileiners. Ebenfalls neu werden beim SIGMA 8 im Bereich der Eintrittskante formgebende Nylon-Wires verwendet, womit vollständig auf Mylar verzichtet werden kann. Beides bewirkt eine Reduktion des Kappengewichts von bis zu 900 g, ohne jegliche Einbusse bei der Robustheit des Schirms: Ober- und Untersegel sind nach wie vor mit dem bewährten, langlebigen Tuch von 40 g/m2 bzw. 44 g/m2 verarbeitet.
Ist der SIGMA 8 ein echter Dreileiner?
Beim SIGMA 8 ist die Leinengeometrie bis in die oberste Galerie mit nur 3 Leinenebenen durchgezogen, was dem Schirm alle Vorteile eines echten Dreileiners bringt: Zum einen ist dies der deutliche Leistungszuwachs aufgrund des reduzierten Leinenwiderstands. Zum anderen lässt sich der Beschleuniger bei gleichem Geschwindigkeitsbereich weicher und mit weniger Weg äusserst effizient betätigen. Hinzu kommt die Übersichtlichkeit der Leinengeometrie, welche sich vor allem beim Leinensortieren als Vereinfachung erweist.
Inwiefern ist der SIGMA 8 ein Fun-Schirm?
Beim SIGMA 8 wurde das Augenmerk auf ein perfektes Handling und ein sportliches Drehverhalten gelegt, um mit dem Schirm bei dynamischen Manövern – sei es beim Hangsoaring oder beim Wingovern – einen hohen Spassfaktor zu erleben. Entsprechendes Pilotenkönnen und korrekte Ausführung vorausgesetzt, lassen sich mit dem SIGMA 8 Manöver wie Wingover, asymmetrische Spirale, Sat und Gegendreher gut fliegen. Der Kompromiss zwischen Leistung und Dynamik hat der SIGMA 8 in erster Linie der optimierten Auftriebsverteilung zu verdanken, welche wiederum durch seine Profilwahl und dessen Schränkung erreicht wurde. Zudem hat die höhere Krümmung der Kappe eine verbesserte Rollagilität zur Folge.
Was ist unter einem ‚ausgewogenen Pitchverhalten’ zu verstehen?
Wer in einen Thermikschlauch reinfliegt, rausfällt oder durch unruhige Luft durchfliegt, muss unter dem SIGMA 8 keine grossen Nickbewegungen auskorrigieren. Ohne starkes Aufstellen und Vornicken der Kappe behält der Schirm seine gute Leistung auch in unruhiger Luft jederzeit bei. Erreicht wurde dieses ausgewogene Pitchverhalten durch die Profilgestaltung, genauer gesagt durch die geeignete Wahl der Dicken- und Krümmungsverteilung des Profils.
Welche Vorteile erzielen die Plastikstäbe in der Eintrittskante?
Die Nylon-Wires werden im vordersten Teil der Eintrittskante eingesetzt und sind nur so lang wie bis anhin die Mylar Nasenverstärkung. Diese Plastikstäbe sind fast nicht aus der Form zu bringen, wodurch die für die Strömungsausbildung wichtige Eintrittskante des Schirms jederzeit schön steht. Eine Eigenschaft, die nebst der Profilwahl für das einfache Startverhalten des Schirms verantwortlich ist. Ein weiterer Vorteil ist die Gewichtsreduzierung und die damit verbundene geringere Massenträgheit der Kappe, was wiederum bewirkt, dass Reaktionen nach extremen Flugsituationen weniger dynamisch ausfallen. Ein höheres Verhängerrisiko durch die Plastikstäbe konnte von ADVANCE in keiner Weise festgestellt werden.
Wie ist das Klappverhalten bei einem Dreileiner?
Der SIGMA 8 überzeugt mit einer hohen Eigenstabilität. Sein präzises Kappenfeedback ermöglicht dem Piloten, einen Klapper schon im Ansatz zu erkennen und darauf zu reagieren. Wird der Klapper nicht vorzeitig erkannt, so klappt der SIGMA 8 berechenbar von der Flügelaussenseite zur Schirmmitte hin. Der SIGMA 8 zeigt mit seiner verbesserten Innenbelüftung gegenüber seinem Vorgänger keinerlei Verschlechterung im Klappverhalten, trotz der Reduzierung von 4 auf 3 Leinenebenen. Zu beachten gilt, dass sich simulierte Klapper (durch Zug von unten) grundsätzlich von natürlichen Klappern (durch Druck von oben) unterscheiden. Beim SIGMA 8 sind beide Arten von Klapper gut beherrschbar.
Weshalb hat der SIGMA 8 ummantelte A- und B-Stammleinen?
Für unsere SIGMA Piloten wollen wir einen ausgewogenen Wohlfühlschirm, der jederzeit und selbst beim Leinensortieren ein gutes Gefühl vermittelt. Mit einer Ummantelung sind die A- und B-Stammleinen zudem besser gegen Beschädigungen geschützt. Die unummantelten Leinen beim gesamten C-Stamm und in den oberen Galerien des SIGMA 8 weisen einen geringeren aerodynamischen Widerstand auf. Mit einer kompakteren Flechtung und einer zusätzlichen Beschichtung des Leinengarns konnte die UV-Beständigkeit und die Scheuerfestigkeit dieser Leinen deutlich verbessert werden. Zudem sind die unummantelten Leinen bei den Vergabelungen mit integrierten Leinenloops zusätzlich verstärkt, was eine geringere Flächenpressung zur Folge hat.
Weshalb ist der SIGMA 8 voll beschleunigt so gut beherrschbar?
Der SIGMA 8 überzeugt durch eine homogene, stabile Kalotte, die dem Piloten ausreichend Informationen über den Zustand der Umgebungsluft übermittelt. Die ausgewogene Kappenstabilität in Verbindung mit dem ausgewogenen Pitchverhalten des Profils führt dazu, dass der Pilot unter dem SIGMA 8 keine grossen Nickbewegungen auskorrigieren muss. Mit einem aktiven Flugstil können bei normalen Flugbedingungen Klapper fast vollständig verhindert werde. Der SIGMA 8 gibt ein sehr präzises Kappenfeedback und ermöglicht dadurch, einen Klapper schon früh im Ansatz zu erkennen und darauf zu reagieren. Wird der Einklapper nicht vorzeitig erkannt, so klappt der Aussenflügel berechenbar von der Flügelaussenseite zur Schirmmitte hin.
Wie wichtig ist das Beschleunigen beim Gleitschirmfliegen?
Auch Freizeitpiloten sind leistungsorientiert unterwegs, wobei eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit massgeblich über den Erfolg von weiten Flügen entscheidet. Eine permanent angemessene Wahl der Geschwindigkeit in Abhängigkeit vom aktuellen Gegenwind, der Sinkrate und dem erwarteten Steigen ist erforderlich, um während einer Talquerung das bestmögliche Gleiten bzw. die kürzestmögliche Flugzeit bis zur Basis zu erzielen. Aufgrund einer genauen Berechnung der Polare ist auf der Rückseite des C-Tragegurts des SIGMA 8 ein Speed-Performance-Indicator mit 2 Positionen angegeben, welche dank dem roten Marker mit dem Beschleuniger präzise eingenommen werden können.
Welche Grösse soll beim Schirm gewählt werden?
Die Gewichtsbereiche der unterschiedlichen Grössen sind in den technischen Daten festgehalten. Alle vier ausgelegten Flächen des SIGMA 8 sind im Vergleich zu seinem Vorgänger kleiner. Der SIGMA 8 weist eine höhere Streckung auf, was ihm mehr Spannweite verschafft und damit seine Leistung steigert. Der optimale Gewichtsbereich hat sich dadurch leicht verändert, weshalb die unterschiedlichen Grössen reduziert werden konnten. Die Leistung bleibt beim SIGMA 8 die gleiche, egal ob der Pilot im unteren oder oberen Gewichtsbereich fliegt.