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Mit dem neuen BIBETA 4 zum FAI Weltrekord
19.05.08 | Der Flugschule-Salzburg Teampilot Lois Grugger fliegt am 9. Mai mit dem neuen BIBETA 4 ein 112 Kilometer FAI-Dreieck.
Professionelle Tandemflieger gehen in der Regel äußerst selten auf Strecke. Immer dann, wenn die Bedingungen für die Streckenjagd ideal wären, sind sie mit Tandemfliegen beschäftigt. Dem Gasteiner Lois Grugger ging es in den vergangenen Jahren ähnlich. Bis er den neuen Tandemschirm von ADVANCE auspackte: Gemeinsam mit Petra Lindbichler, einer guten Freundin, machte sich der Pilot der Flugschule Salzburg nach jahrelanger Streckenflug-Enthaltsamkeit wieder auf die Kilometerjagd und flog mit dem Bibeta 4 gleich einen neuen Weltrekord ein!
Gestartet wurde am 9. Mai um 10.45 Uhr am Schareck, genauer: am Mölltaler Gletscher. Dann ging's über die Evianquelle in Böckstein (Startmarker) über die Deutingalm bei Dienten (1. Wendepunkt) und die Vorhofalm in Uttendorf (2. Wendepunkt) zurück zur Evianquelle. Ergebnis des fünfeinhalbstündigen Fluges: 112 Kilometer und damit neuer Weltrekord im Tandemflug! „Der Schirm ist perfekt. Klasse zu Starten, angenehm in der Thermik, das ideale Gerät zum Tandemfliegen", urteilt Lois, der den Gleitschirm vor seinem Rekordflug übrigens nur ein einziges Mal probiert hat!
Dass es mit dem Weltrekord geklappt hat, schreibt Lois aber nicht nur dem Material zu: „Zum Tandemfliegen gehören immer zwei. Und da war Petra eine tolle Flugpartnerin. Sie musste als Passagierin mehrere Stunden lang in einer Sitzposition durchhalten, die längst nicht so angenehm ist wie bei einem Soloflug. Dazu kommt die Kälte in großer Höhe und natürlich die thermisch-turbulent weniger lustigen Dinge, die einem auf einer längeren Strecke so unterkommen. Ich bin froh, dass sie die Courage und auch das Vertrauen hatte, mit mir diesen Rekordflug zu versuchen", sagt der Gasteiner.
Detail am Rande: Die Dokumentation eines Weltrekords ist relativ aufwändig, anders als bei der OLC-Wertung reicht es für die Anerkennung eines internationalen Rekordfluges nicht, bloß die GPS-Daten abzuliefern. Ergänzend zum elektronisch erfassten Track müssen Fotos sowie die Unterschriften von Start- und Landezeugen beigebracht werden. Für Lois ist dies übrigens bereits das zweite Mal, dass er diesen Tandemflug für den Weltrekord einreicht. Vor sechs Jahren ist ihm die Strecke das erste Mal geglückt, allerdings verhinderte damals ein GPS-Defekt die Anerkennung.
„Diesmal sollte eigentlich alles gepasst haben", meint Lois, der das umfassende Dokumentationsmaterial bereits abgegeben hat und nun auf die offizielle Anerkennung durch die FAI wartet. Wer sich den Flug schon mal im Internet ansehen möchte, hier der Link:
Flug auf xcontest.org
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